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Konjunkturumfrag2014
Konjunkturumfrage 2014
Entwicklungen und Trends im deutschen Au-pair-Wesen
Cordula Walter-Bolhöfer (Hrsg.)
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Links und Tipps

Konjunkturumfrage 2014

Zu dieser Studie

Die Au-pair-Landschaft in Deutschland wandelt sich. Veränderung ist eine gute Gelegenheit, Fragen zu stellen: Wie viele junge Menschen sind eigentlich als Au-pair in Deutschland tätig? Wie viele deutsche Jugendliche möchten als Au-pair ins Ausland? Wie finden Au-pair und Gastfamilie zueinander? Gibt es Probleme bei den Au-pair-Aufenthalten? Welche Rolle spielen Vermittlungsagenturen? Was sind die neusten Trends und Entwicklungen?

Zuverlässige Zahlen zum Au-pair-Wesen in Deutschland sind schwer zu ermitteln. Die Bundesagentur für Arbeit verfügt über keine Statistik, da Au-pair-Beschäftigungen nicht sozialversicherungspflichtig sind. Das Auswärtige Amt erhebt zwar Zahlen, allerdings nur zur Einreise von Au-pairs aus visumspflichtigen Ländern. EU-Angehörige benötigen kein Visum und werden daher nicht erfasst.

Deshalb erscheint die Konjunkturumfrage „Au-pair in Deutschland und weltweit“ in diesem Jahr bereits zum achten Mal. Sie liefert fundierte Zahlen und Fakten, berichtet über Entwicklungen und Trends und stellt seit Jahren eine der wenigen Quellen für die Beurteilung des Au-pair-Wesens in Deutschland dar.

Die Umfrageergebnisse beruhen auf den Angaben von Au-pair-Agenturen. Unser besonderer Dank gilt daher den 68 Au-pair-Agenturen, die in diesem Jahr an der Umfrage teilgenommen haben. Wir freuen uns, dass sie sich die Zeit genommen haben, den Katalog von insgesamt 54 Fragen zu beantworten.

Wir hoffen, wir konnten interessante Informationen für Sie zusammentragen, wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und sind gespannt auf Ihr Feedback an info-remove this text-@au-pair-agenturen.de bzw. auf facebook unter www.facebook.com/aupairagenturen.de.

Ihr Team von www.au-pair-agenturen.de

Begriffserklärung

Au-pair
Der Begriff „Au-pair“ entstammt dem Französischen und bedeutet „auf Gegenseitigkeit“. Das heißt, dass bei einem Au-pair-Aufenthalt sowohl Au-pair als auch Gastfamilie im gegenseitigen Geben und Nehmen voneinander profitieren.
Ein Au-pair hilft bei der Kinderbetreuung und bei der Hausarbeit, lernt im Gegenzug Land und Leute kennen und vertieft seine Sprachkenntnisse. Die Gastfamilie erhält Einblick in eine andere Kultur sowie Unterstützung in täglichen Haushaltsdingen.
Welche Rechte und Pflichten Au-pairs besitzen, hängt vom jeweiligen Land ab. Die verschiedenen Länder bieten unterschiedliche Au-pair-Programme.

EU-Au-pairs und Nicht-EU-Au-pairs
Innerhalb der Europäischen Union wird häufig zwischen EU- und Nicht-EU-Au-pairs unterschieden. Während Nicht-EU-Au-pairs aus einem Land außerhalb der EU kommen
und ein Visum sowie eine Arbeitsgenehmigung für die Einreise beantragen müssen, genießen Au-pairs aus der EU (EU-Au-pairs) volle Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union.

Incoming-Au-pairs
Incoming-Au-pairs sind Au-pairs, die aus dem Ausland kommen, um ihre Au-pair-Zeit in Deutschland zu verbringen.

Outgoing-Au-pairs
Outgoing-Au-pairs sind Au-pairs aus Deutschland, die ihre Au-pair-Zeit außerhalb von Deutschland verbringen.

Echtes Au-pair-Verhältnis
Bei einem echten Au-pair-Verhältnis sind alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, d. h. es gibt einen Vertrag, in dem das Au-pair-Verhältnis geregelt ist – z. B. Arbeits- und Freizeit, Dauer der Beschäftigung, Bezahlung etc. Diese Bestimmungen unterscheiden sich in einzelnen Ländern.

Unechtes Au-pair-Verhältnis
Bei einem unechten Au-pair-Verhältnis sind nicht alle rechtlichen Voraussetzungen erfüllt. Es liegt vor, wenn beispielsweise ein ausländischer Gast oder Sprachschüler im Haushalt lebt, der gelegentlich auf die Kinder der Familie aufpasst.

Freie Vermittlung
Bei der freien Vermittlung finden sich Gasteltern und Au-pair über Beziehungen, Bekannte oder andere Wege. Alles wird ohne die Einschaltung einer Au-pair-Agentur eigenständig geregelt.

Full-Service-Agentur
Full-Service-Agenturen unterstützen und betreuen Au-pair und Gastfamilie rundum während der gesamten Au-pair-Zeit. Von der Vorbereitung des Au-pair-Aufenthaltes bis zu dessen Ende können Au-pair und Gastfamilie auf den Service der Agentur zählen.

Matching-Agentur
Matching-Agenturen sind hauptsächlich im Internet aktiv. Auf ihren Portalen können sowohl Au-pairs als auch Gastfamilien ihre Profile einstellen, um eine Gastfamilie respektive ein Au-pair zu finden. Im Vergleich zu Full-Service-Agenturen bieten Matching-Agenturen nur einen eingeschränkten Service: Er endet in der Regel mit der erfolgreichen Zusammenführung von Au-pair und Gastfamilie und damit noch vor Beginn des Au-pair-Aufenthaltes. 

Die wichtigsten Ergebnisse in Kurzform

Konjunkturumfrage 2014:
Die Konjunkturumfrage beruht auf Umfrageergebnissen und Interviews, die von März bis April des Jahres 2014 erhoben bzw. durchgeführt wurden. Im Folgenden die wichtigsten fErgebnisse:

Deutschland ist bei Au-pairs beliebt
Die Anzahl der Incoming-Au-pairs ist gegenüber dem Vorjahr erneut angestiegen. Auf Grund unserer Zahlen und Recherchen gehen wir für das Jahr 2013 von rund 10.000 Au-pairs in Deutschland aus. 2012 kamen rund 8.500 Au-pair-Verhältnisse zustande. Ein Großteil des Zuwachses mag an vielen EU-Au-pairs liegen, die meist den Weg über Online-Portale gehen: Matching-Agenturen berichten von deutlich steigendem Interesse und einem positiven Trend bei Vermittlungen. Die Full-Service-Agenturen vermelden dagegen eher gleichbleibende oder leicht rückgängige Vermittlungszahlen.

Anzahl der Au-pair-Bewerber übersteigt die der Gastfamilien
10.000 Au-pair-Verhältnisse im vergangenen Jahr untermauern einen deutlichen Anstieg sowohl unter den Au-pair-Bewerbern als auch den Gastfamilien. Die Grenze des Wachstums wird durch die Gastfamilien markiert: Es gibt mehr Au-pair-Bewerber als deutsche Familien, die ein Au-pair aufnehmen möchten. Leicht rückläufig ist die Zahl der Au-pairs, die nicht aus der Europäischen Union kommen. Grund hierfür dürfte die restriktive Visumsvergabe vieler Botschaften und Konsulate sein.

Besonders beliebt: Großbritannien, Frankreich, Neuseeland
Neben den beiden europäischen Ländern Großbritannien und Frankreich war Neuseeland im vergangenen Jahr unter den drei beliebtesten Partnerländern deutscher Au-pair-Agenturen im Bereich Outgoing. Die beliebtesten Partnerländer im Bereich Incoming waren Georgien, die Ukraine und Russland.

Marktanteil von Matching-Agenturen steigt, Full-Service-Agenturen stagnieren
Matching-Agenturen berichten von stark steigenden Zahlen. Die Anzahl der Vermittlungen vieler Full-Service-Agenturen ist dagegen im letzten Jahr gleich geblieben oder zurückgegangen.

Entwicklungen und Trends im Bereich Au-pair-Incoming

Entwicklung der Vermittlungszahlen

Es gibt einen positiven Trend bei den Vermittlungen: Die Zahl ausländischer Au-pairs in Deutschland ist 2013 angestiegen. Allerdings kamen erneut etwas weniger Au-pairs aus Ländern, die nicht der EU angehören. Nicht-EU-Au-pairs benötigen ein Visum für ihre Einreise nach Deutschland. Nach der Statistik des Auswärtigen Amtes wurden im vergangenen Jahr 4.488 Visa vergeben, etwas weniger als 2012. Die Gründe für diesen Rückgang liegen nicht nur in der Ausdehnung des EU-Raumes, sondern auch in der restriktiven Visums-Vergabe einiger deutscher Botschaften in den Herkunftsländern der Au-pairs. Die ausländischen Au-pair-Bewerber müssen Deutschkenntnisse auf A1-Niveau vorweisen. Oft ist das Schaltergespräch in den Konsulaten ausschlaggebend für die Erteilung des Visums. Vor allem in Russland und Kirgisistan haben Botschaften und Konsulate 2013 deutlich weniger Au-pair-Visa vergeben als im Jahr zuvor.

Für Jugendliche aus der Europäischen Union ist Deutschland wieder attraktiv: Aufgrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa interessieren sich viele junge Menschen aus Spanien, Italien und anderen EU-Ländern für einen Au-pair-Aufenthalt. Viele möchten gutes Deutsch lernen und im Anschluss an die Au-pair-Zeit hierzulande Arbeit finden. Deutsche Gastfamilien freuen sich über dieses Interesse und entscheiden sich gern für ein Au-pair aus der EU. In den Statistiken tauchen EU-Au-pairs allerdings kaum auf, denn sie organisieren ihren Aufenthalt meist selbst. Selten nehmen sie eine Full-Service-Agentur in Anspruch und finden ihre Gastfamilie stattdessen über eine kostengünstige Matching-Agentur.

Auf Grund unserer Zahlen und Recherchen gehen wir für das Jahr 2013 von etwa 10.000 Au-pairs in Deutschland aus. Das bedeutet einen Anstieg von etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahl setzt sich wie folgt zusammen:

Aus Ländern außerhalb der EU kamen, wie oben erwähnt, knapp 4.500 Au-pairs. Davon wurden ca. 4.000 von Full-Service-Agenturen vermittelt und geschätzte 500 von Matching-Agenturen. Hinzu kamen etwa 5.500 Au-pairs aus der Europäischen Union. 1.000 wurden durch Full-Service-Agenturen vermittelt, etwa 4.000 wählten den Weg über Matching-Agenturen und ca. 500 weitere Au-pairs kamen über Kontakt in sozialen Netzwerken und persönliche Beziehungen.

Au-pairs in Deutschland

Bei Deutschlands größter Matching-Agentur AuPairWorld meldeten sich im vergangenen Jahr 8.000 Gastfamilien an. Unklar ist, wie viele davon tatsächlich ein Au-pair aufgenommen haben. Wenn man davon ausgeht, dass jede dritte Gastfamilie fündig geworden ist und weiter berücksichtigt, dass mehrere Internet-Agenturen im Markt aktiv sind, sind die von uns angesetzten 4.000 EU-Au-pairs, die 2013 über Matching-Agenturen nach Deutschland vermittelt wurden, ein eher vorsichtig angesetzter Wert.

Die meisten der befragten Agenturen (50 Prozent) haben mehr ausländische Au-pair-Bewerbungen vorliegen als freie Plätze bei deutschen Gastfamilien. Im Vorjahr berichteten das nur knapp 40 Prozent der Agenturen. Die Grenze des Wachstums wird durch die Gastfamilien markiert: Ihre Anzahl wächst nicht so stark wie die der Au-pairs.

Die beliebtesten Partnerländer deutscher Au-pair-Agenturen

Full-Service-Agenturen arbeiten bei der Vermittlung in der Regel mit Agenturen im Ausland zusammen. Diese Partner rekrutieren Interessenten in den Herkunftsländern und bereiten sie auf ihre Au-pair-Zeit in Deutschland und mögliche kulturelle Unterschiede vor. Sie klären die jungen Menschen über Rechte und Pflichten auf und weisen auf Problemfelder und mögliche Lösungswege hin.

Im Jahr 2013 waren die beliebtesten Partnerländer deutscher Au-pair-Agenturen im Bereich Incoming Georgien, die Ukraine und Russland. Anders als im Vorjahr liegt Russland damit wieder unter den Top-3-Staaten.

Deutsche Full-Service-Agenturen arbeiteten auch 2013 mit mehreren Partnerländern zusammen. Die meisten Umfrageteilnehmer kooperieren mit bis zu zehn Partneragenturen, fast jede dritte Agentur arbeitete mit mehr als zehn Partnern.

Partnerländer Umfrage 2014

Zum Angebot vieler Full-Service-Agenturen gehört auch die Organisation von Veranstaltungen, um die Zeit für Au-pairs in Deutschland interessanter zu gestalten. So veranstalten viele Agenturen regelmäßig Au-pair-Treffen und helfen bei der Organisation von Au-pair-Reisen. Über 70 Prozent der Umfrageteilnehmer richten Veranstaltungen aus und organisieren Treffen für ausländische Au-pairs.

Die am häufigsten genannten Herkunftsländer

Für Nicht-EU-Au-pairs gibt die Statistik über erteilte Au-pair-Visa Auskunft. Sie wird vom Auswärtigen Amt herausgegeben und erfasst die Vermittlungszahlen nach Herkunftsländern. 2013 kamen erneut weniger Nicht-EU-Au-pairs nach Deutschland. Seit 2005 ist diese Zahl rückläufig. Allerdings kamen im vergangenen Jahr mehr Au-pairs aus bisher wenig genannten Herkunftsländern wie Tansania und Indonesien.

Herkunftsländer Umfrage 2014

Für die Herkunft von EU-Au-pairs liegen keine zuverlässigen Angaben vor. Anhaltspunkte geben die Zahlen der größten deutschen Matching-Agentur AuPairWorld. Bei ihrer Registrierung auf der Online-Plattform gaben im vergangenen Jahr 46.040 potenzielle Au-pairs an, dass sie neben anderen Ländern auch an einem Aufenthalt in Deutschland interessiert seien. Die wichtigsten Herkunftsländer dort waren wie in den Jahren zuvor Spanien, Italien, Frankreich, USA und Großbritannien. Der Anteil der Nicht-EU-Au-pairs lag bei lediglich 35 Prozent.

Umvermittlung

Hin und wieder kommt es vor, dass sich Au-pair und Gastfamilie nicht verstehen. Unterschiedliche Erwartungen und Missverständnisse können Konflikte zwischen Familie und Gast verursachen. Anstatt den Au-pair-Aufenthalt abzubrechen, ist eine Umvermittlung in eine andere Familie oft die bessere Alternative.

Auch im Jahr 2013 war die Umvermittlungsquote von Au-pairs in Deutschland gering. Als Umvermittlungsquote bezeichnet man das Verhältnis von Umvermittlungen bezogen auf die Gesamtzahl der Vermittlungen einer Agentur. Bei zwei Drittel der Befragten lag die Quote bei fünf Prozent oder darunter. Ein Fünftel berichtet von bis zu 15 Prozent Umvermittlungen und begründet die hohe Zahl mit einer Zunahme von „gestrandeten Au-pairs“, die zunächst auf eigene Faust nach Deutschland kommen und dann bei schlechten Erfahrungen Agenturen um Hilfe bitten. Im Durchschnitt ist davon auszugehen, dass etwa jedes 20. Au-pair mit Hilfe einer Agentur die Gastfamilie wechselt.

Agenturen helfen den von ihnen vermittelten jungen Menschen, wenn es zu Problemen mit der Gastfamilie kommt. Deswegen sollten sich Au-pairs im Konfliktfall zunächst an die Agentur wenden, über die sie nach Deutschland kamen. Sie vermittelt zwischen den Parteien, erklärt kulturelle Unterschiede und ungewohnte Verhaltensweisen und verhindert so oft eine Trennung.
Auch Au-pairs, die ohne Agenturbetreuung nach Deutschland gekommen sind, können im Konfliktfall versuchen, Unterstützung durch eine Au-pair-Agentur zu erhalten. Zwar sind diese nicht zur Hilfestellung verpflichtet, doch häufig können sie Hinweise und Ratschläge geben, wie man eine neue Gastfamilie findet.

Sollte es zu schwerwiegenden akuten Problemen in der Familie kommen, steht auch die Telefonseelsorge zur Verfügung.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer eines Au-pairs in Deutschland lag nach Auskunft von über 90 Prozent der Agenturen bei zehn bis zwölf Monaten.
Im Incoming-Bereich ist „Au-pair“ also weiterhin ein Langzeitprogramm und wird kaum für kurze Überbrückungszeiten genutzt. Für die Familien bedeutet dies eine zuverlässige Betreuungssituation, in der Kinder und Au-pair eine vertrauensvolle Beziehung aufbauen können.

Männliche Au-pairs in Deutschland

Das Au-pair-Programm ist eindeutig weiblich geprägt. Die meisten Agenturen vermitteln keine oder nur sehr wenige männliche Au-pair-Bewerber. Auch wenn einzelne Gastfamilien gerne männliche Au-pairs einstellen: Der Anteil der männlichen Bewerber aus dem Ausland war auch 2013 gering. Bei drei Fünftel der Agenturen gab es weniger als drei Prozent männliche Interessenten. Selbst bei diesen geringen Bewerberzahlen fällt es vielen Agenturen schwer, junge Männer zu vermitteln.

Informationen zur wirtschaftlichen Entwicklung von Incoming-Agenturen

Die Anzahl der Incoming-Agenturen hat sich von 2012 auf 2013 kaum verändert, es gab einige wenige Schließungen und Neugründungen. Bei der Hälfte der Agenturen ist die Anzahl der Vermittlungen gleich geblieben, bei einem Viertel ist sie zurückgegangen. Ein Fünftel berichtet allerdings auch von einem deutlichen Anstieg der Zahlen, hier dürfte es sich in erster Linie um die großen Full-Service- und die Matching-Agenturen handeln.
Die meisten Agenturen gehen auch in diesem Jahr von keinen großen Gewinnsteigerungen aus, denn die Vermittlungsgebühren sind bei den meisten in etwa gleich geblieben. Sie lagen bei einem Großteil der Agenturen im vergangenen Jahr zwischen 300 und 500 Euro. Jede fünfte Agentur berechnete für eine Vermittlung weniger als 300 Euro. Die Vermittlungsgebühren haben sich bei den meisten Agenturen kaum geändert.

Ihre wirtschaftliche Entwicklung beurteilen 80 Prozent der Agenturen als gleichbleibend oder eher rückläufig. Ein Fünftel der Befragten sieht die wirtschaftliche Lage eher positiv.

Entwicklungen und Trends im Bereich Au-pair-Outgoing

Mit dem Schulabschluss in der Tasche wollen viele junge Leute Erfahrungen im Ausland sammeln. Au-pair-Aufenthalte gehören neben Freiwilligenarbeit und Work-and-Travel zu den beliebtesten Möglichkeiten, andere Länder und Kulturen kennenzulernen. Als Au-pair hat man den Vorteil, in einer Gastfamilie zu leben. Das erleichtert die Eingewöhnung in der neuen Umgebung, vermittelt soziale Kontakte und fördert damit auch die Sprachkenntnisse. Au-pairs brechen ihren Auslandsaufenthalt selten ab. 2013 lag die von den meisten Full-Service-Agenturen gemeldete Abbruchquote bei fünf Prozent oder darunter.

Etwa die Hälfte der deutschen Au-pairs bleibt vier bis neun Monate im Ausland, die andere Hälfte bleibt bis zu einem Jahr. Das Thema Au-pair ist nach wie vor deutlich weiblich dominiert, höchstens jeder 30. Bewerber ist männlich.

Entwicklung der Vermittlungszahlen

Die Hälfte aller Umfrageteilnehmer meldet gleichbleibende Vermittlungszahlen, ein Viertel vermeldet einen Rückgang der Vermittlungen. Gleichzeitig berichten vor allem Matching-Agenturen von steigenden Zahlen: Allein bei der Online-Agentur AuPairWorld registrierten sich im vergangenen Jahr 26.790 deutsche Au-pair-Bewerber, ein Zuwachs von 16 Prozent gegenüber 2012. Wie viele dieser Bewerber tatsächlich ins Ausland gingen, lässt sich nicht sagen, da darüber von der Agentur keine Daten erhoben wurden. So lässt sich auch für 2013 nicht ermitteln, wie viele Deutsche als Au-pair im Ausland waren.

Die beliebtesten Partnerländer deutscher Au-pair Agenturen

Full-Service-Agenturen arbeiten in der Regel mit ausländischen Au-pair-Agenturen zusammen, die deutsche Au-pairs betreuen und sie bei Problemen unterstützen. Die beliebtesten Partnerländer im Bereich Outgoing waren 2013 Großbritannien, Frankreich und Neuseeland.

Zielländer Umfrage 2014

Dass die USA nach wie vor zu den Top-Ländern im Bereich Outgoing gehören, kann die Konjunkturumfrage nicht abbilden. Die Vermittlung in die Vereinigten Staaten ist stark reglementiert und wird deshalb nur von wenigen Agenturen in Zusammenarbeit mit US-Partnerorganisationen durchgeführt. Wenn gerade diese Akteure nicht an der Umfrage teilgenommen haben, ergibt sich ein verzerrtes Bild.

Offensichtlich sind die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise in Irland spürbar zurückgegangen: Nachdem die „Grüne Insel“ 2012 von nur sechs Prozent der Agenturen als Hauptzielland genannt wurde, lag es im vergangenen Jahr wieder gleichauf mit Spanien und wurde von über elf Prozent der Umfrageteilnehmer als wichtiges Zielland genannt.

Angaben zu Partneragenturen im Ausland

Partneragenturen im Ausland können die Vermittlung unterstützen, die Abbruchquote senken und die Zufriedenheit der Teilnehmer steigern. Einige Agenturen bieten auch Vorbereitungsseminare im jeweiligen Gastland an. Fast alle befragten Agenturen arbeiten mit ausländischen Partnern zusammen, über ein Viertel mit mehr als zehn Partnern.

Ein zuverlässiges Netz von Partneragenturen im Ausland ist eine wichtige Arbeitsgrundlage von Full-Service-Agenturen und ein entscheidender Unterschied zu Matching-Agenturen, die auf Partner verzichten. Damit lässt sich die geringe Abbruchquote der Full-Service-Agenturen von null bis fünf Prozent erklären. Für den Bereich der Matching-Agenturen liegen keine Angaben dazu vor.

Informationen zur wirtschaftlichen Situation von Outgoing-Agenturen

Die Anzahl der Outgoing-Agenturen hat sich kaum verändert, es gab einige wenige Schließungen und auch Neugründungen. Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Situation geht die Tendenz in zwei Richtungen: Auf der einen Seite stehen die Agenturen mit sinkenden oder stagnierenden Zahlen – mehr als zwei Drittel aller Agenturen melden abnehmende oder gleichgebliebene Vermittlungszahlen. Auf der anderen Seite stehen Agenturen mit steigenden Zahlen: Ein Drittel der Agenturen meldet eine verbesserte wirtschaftliche Situation.

Für die Vermittlung deutscher Au-pairs ins Ausland hat die Bundesagentur für Arbeit eine Gebührenobergrenze von 150 Euro festgesetzt, die für den Aufwand von Vermittlung und Betreuung kaum mehr angemessen ist.

Die meisten der befragten Agenturen konzentrieren sich auf die Au-pair-Vermittlung. Für einige große Anbieter ist jedoch der Au-pair-Bereich nur ein Teil Ihres Programmangebotes. Diese Agenturen vermitteln neben Au-pair-Aufenthalten auch Work-and-Travel, High-School-Aufenthalte, Praktika und Freiwilligenarbeit.

Die Bedeutung weiterer Marktteilnehmer

Der Stellenwert der Au-pair-Verbände

Die Mitgliedschaft in einem Au-pair-Verband war den an der Umfrage teilnehmenden Agenturen auch im vergangenen Jahr wichtig. Jede dritte Agentur ist Mitglied der Au-pair Society, jede vierte ist Mitglied bei IN VIA oder vij. Unabhängig davon hat sich ein Drittel der Teilnehmer der RAL Gütegemeinschaft Au pair angeschlossen, um die Güte ihrer Vermittlungsarbeit von einer unabhängigen Stelle prüfen zu lassen. Jede fünfte Agentur ist Mitglied des internationalen Au-pair-Verbandes IAPA.
Welche Erwartungen knüpfen die Agenturen an die Arbeit eines Verbands? Als wichtigstes Kriterium nannte fast jeder dritte Umfrageteilnehmer die Lobbyarbeit. Als bedeutsam erachtet wurden auch die Verbesserung der Außenwirkung der eigenen Agentur und der Austausch mit Kollegen. Weitere Gründe für eine Mitgliedschaft sind die internationale Vernetzung und Unterstützung bei Problemfällen.

Die Erwartungen der Agenturen sind 2013 weitgehend erfüllt worden: Nach der Zufriedenheit mit der Arbeit der Verbände gefragt, fielen die Ergebnisse für die nationalen Au-pair-Verbände durchweg positiv aus. Lediglich bezüglich der Gütegemeinschaft gibt es kritische Stimmen: Seitdem das Bundesfamilienministerium im letzten Jahr seine Förderung eingestellt hat, müssen Au-pair-Agenturen ihre Zertifizierung mit dem RAL-Gütezeichen und den Betrieb der Geschäftsstelle selbst finanzieren. Die gestiegenen Kosten für die Zertifizierung stoßen auf wenig Gegenliebe und werden bemängelt.

Beurteilung der Versicherungsanbieter

Während der Zeit im Ausland müssen die wichtigsten Risiken des Au-pair-Aufenthaltes abgesichert sein. Spezielle Au-pair-Versicherungen kombinieren alle notwendigen Versicherungsarten und berücksichtigen die besonderen Gegebenheiten eines Au-pair-Aufenthaltes. Au-pair-Versicherungen bestehen in der Regel aus einer Auslandskrankenversicherung, einer kombinierten Privat- und Berufshaftpflichtversicherung, einer privaten Unfallversicherung sowie einer Abschiebekostenversicherung.

Der Leistungsumfang von Au-pair-Versicherungen unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter. In der Regel sind diese Angebote aber immer besser als reine Reisekrankenversicherungen für Urlaubsreisen. Denn diese leisten häufig nicht bei Erkrankungen, die bereits vor Versicherungsbeginn bestanden haben. Die Kostenübernahme für Zahnbehandlungen und psychische Erkrankungen sind weitere wichtige Leistungsunterschiede. In der Regel gelten die meisten Reisekrankenversicherungen auch nur für Reisen bis zu acht Wochen. Gastfamilien in Deutschland sind für das Au-pair verantwortlich, dazu gehört auch, das Familienmitglied auf Zeit ausreichend zu versichern. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass alle Au-pairs eine Kranken- und eine Unfallversicherung benötigen. Die Krankenversicherung muss auch Schwangerschaft und Geburt abdecken. Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber sinnvoll ist eine Privat- und Berufshaftpflicht. Sie schützt Au-pair und Gastfamilie, wenn Dritte zu Schaden kommen und Schadensersatzansprüche erfüllt werden müssen. In Deutschland unterschreiben die Gasteltern oft eine Verpflichtungserklärung. Damit verpflichten sie sich, für alle Kosten aufzukommen, die an das Au-pair gestellt werden. Ohne Au-pair-Versicherung können der Gastfamilie erhebliche, mitunter existenzgefährdende Zahlungsverpflichtungen entstehen.

Au-pair-Agenturen sind dafür verantwortlich, Au-pair und Gastfamilie auf die Notwendigkeit einer passenden Versicherung hinzuweisen. Im Rahmen der Qualitätssicherung lassen sich Agenturen mit Gütezeichen den Abschluss einer Versicherung durch das Au-pair oder die Gastfamilie nachweisen.

Fast alle befragten Agenturen arbeiten mit dem Auftraggeber dieser Studie, dem Versicherungsmakler Dr. Walter, zusammen. Ein Drittel der Agenturen empfiehlt ausschließlich Produkte von Dr. Walter, die anderen bieten auch Alternativen an. Die meisten Agenturen bezeichnen die Zusammenarbeit mit Dr. Walter als „gut“ oder „sehr gut“. Im Incoming-Bereich liegt die Zufriedenheitsquote (Note eins oder zwei) bei 95 Prozent. Im Outgoing-Bereich bewerten 93 Prozent der Agenturen die Versicherungslösungen für deutsche Au-pairs als „gut“ bis „sehr gut“.

Leistungsumfang und Qualität der Versicherungsprodukte haben für die Agenturen eine hohe Bedeutung. Am meisten schätzen sie Produkte, bei denen in der Krankenversicherung kein Selbstbehalt besteht. Wichtig ist Au-pair-Agenturen außerdem, dass Versicherungsschutz unabhängig vom Au-pair-Status besteht. Sollte es also zur Trennung von Gast und Familie kommen, stehen in der Trennungsphase Gasteltern und Au-pair nicht ohne Absicherung da.

Neben den Versicherungsleistungen beurteilten die Agenturen auch den Versicherungs-Anbieter. Für die meisten Umfrageteilnehmer hat eine schnelle und unkomplizierte Bearbeitung höchste Priorität. Weiterhin wurden kulantes Verhalten in Grenzfällen und ein einfacher Online-Abschluss als besonders bedeutsam eingestuft.

Die Bewertung unserer Serviceseite www.au-pair-agenturen.de

www.au-pair-agenturen.de ist ein Internetportal für Au-pairs und Gastfamilien und bietet das größte Verzeichnis von Vermittlungsstellen für Au-pairs in Deutschland. So gut wie alle deutschen Agenturen sind mit einem Eintrag gelistet. Weiterhin bietet die Seite eine Vielzahl an Informationen über Voraussetzungen, Rechte und Pflichten, Herkunfts- und Zielländer, Verbände und Organisationen, Bücher, News etc. zum Thema Au-pair. Über einen Newsletter können sich alle am Au-pair-Wesen Interessierten auf dem Laufenden halten.

Das Angebot auf www.au-pair-agenturen.de wird von den Agenturen sehr geschätzt. Ein Adresseintrag ist über 80 Prozent der befragten Agenturen wichtig oder sehr
wichtig.

www.au-pair-agenturen.de ist eine wichtige Informations- und Anlaufstelle, wenn es um das Au-pair-Wesen in Deutschland geht. Das belegen auch die Zugriffszahlen: Mit mehr als 87.000 Besuchen im Jahr 2013 hat die Nutzung der Seite gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent zugenommen.

Die Antworten der Au-pair-Agenturen im Detail

Fragen an Agenturen, die ausländische Au-pairs nach Deutschland vermitteln

Wie hat sich die Anzahl Ihrer Vermittlungen im Vorjahr entwickelt?

18,6
deutlich gestiegen
54,3
gleich geblieben
27,1
deutlich gesunken

Wie war das Verhältnis der Anfragen von deutschen Gastfamilien zu denen ausländischer Au-pairs?

14,3
mehr Gastfamilien
35,7
ausgeglichen
50,0
mehr Au-pairs

Wie hoch war Ihre Vermittlungsgebühr 2013?

19,6
unter 300 €
66,1
301 - 500 €
14,3
501 - 700 €
0,0
701 - 900 €
0,0
über 900 €

Wie hat sich Ihre Vermittlungsgebühr im Vorjahr entwickelt?

3,5
deutlich gestiegen
93,0
gleich geblieben
3,5
deutlich gesunken

Wie schätzen Sie die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Ihrer Au-pair-Agentur ein?

21,0
eher positiv
38,6
gleichbleibend
40,4
eher rückläufig

Mit wie vielen ausländischen Partneragenturen arbeiten Sie zusammen?

0,0
0
62,3
1 - 10
37,7
mehr als 10

Woher kamen die meisten ausländischen Au-pairs, die Sie 2013 vermittelt haben? (Top 5-Länder)

Partnerländer Umfrage 2014

Wie hoch ist der Anteil der Au-pairs, die eine EU-Staatsbürgerschaft haben?

91,3
0 - 25 %
1,7
26 - 50 %
0,0
51 - 75 %
6,9
75 - 100 %

Wie lange blieben die Au-pairs in der Regel?

0,0
1 - 3 Monate
8,6
4 - 9 Monate
91,4
10 - 12 Monate

Wie hoch war der Anteil der Au-pairs, die zum Zeitpunkt der Vermittlung schon in Deutschland waren (umvermittelte Au-pairs)?

65,5
0 - 5 %
21,8
6 - 15 %
12,7
über 15 %

Wie hoch war der Anteil der Au-pairs, die Sie aufgrund des Bewerbungsbogens auf au-pair-agenturen.de vermittelt haben?

83,0
0 - 5 %
7,5
6 - 15 %
9,4
über 15 %

Wie hoch war der Anteil der Au-pairs, die Sie über Ihr eigenes Online-Portal vermittelt haben (Direktvermittlung)?

29,6
0 - 25 %
22,2
26 - 50 %
48,1
51 - 100 %

Wie hoch war der Anteil männlicher Au-pair-Bewerber?

61,4
kleiner als 3 %
17,5
3 - 5 %
19,3
6 - 10 %
1,8
größer als 10 %

Organisieren Sie für Ihre Au-pairs Veranstaltungen (Au-pair-Treffen, Au-pair-Reisen)?

71,9
ja
28,1
nein

Fragen an Agenturen, die deutsche Au-pairs ins Ausland vermitteln

Wie hat sich die Anzahl Ihrer Vermittlungen im Vorjahr entwickelt?

21,4
deutlich gestiegen
50,0
gleich geblieben
28,6
deutlich gesunken

Wie war das Verhältnis der Anfragen deutscher Au-pair-Bewerber zu Stellenangeboten im Ausland?

17,9
mehr Au-pairs
48,7
ausgeglichen
33,4
mehr Stellen

Wie schätzen Sie die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Ihrer Au-pair-Agentur ein?

28,2
eher positiv
35,9
gleich bleibend
35,9
eher rückläufig

Mit wie vielen Partneragenturen im Ausland arbeiten Sie zusammen?

0,0
0
71,1
1 - 10
28,9
mehr als 10

Für welche Länder interessierten sich die meisten deutschen Au-pair-Bewerber im Jahr 2013? (Top 5-Länder)

Zielländer Umfrage 2014

Wie lange bleiben die Au-pairs in der Regel?

0,0
1 - 3 Monate
52,5
4 - 9 Monate
47,5
10 - 12 Monate

Wie viel Prozent der durch Sie vermittelten Au-pairs kamen vorzeitig wieder zurück?

71,8
0 - 5 %
20,5
6 - 10 %
7,7
mehr als 10 %

Wie hoch war der Anteil männlicher deutscher Au-pair-Bewerber?

77,5
kleiner als 3 %
17,5
3 - 5 %
5,0
6 - 10 %
0,0
größer als 10 %

Bieten Sie andere Programme an?

66,7
nein
5,1
High School
12,8
Work and Travel
0,0
Praktika
15,4
andere

Nur für Anbieter anderer Programme: Wie hoch ist der Anteil des Au-pair-Geschäftes?

42,9
0 - 25 %
35,7
26 - 50 %
0,0
51 - 75 %
21,4
76 - 100 %

 

Kooperation mit Versicherern, Verbänden etc.

Kooperieren Sie mit dem Au-pair-Versicherungsanbieter Dr. Walter?

38,1
ja, ausschließlich
49,2
ja, auch
6,3
nein, andere Anbieter
6,3
keine Kooperation

Wenn Sie im Bereich Incoming mit Dr. Walter kooperieren: Wie zufrieden waren Sie mit der Zusammenarbeit im Vorjahr?

65,4
sehr zufrieden
28,8
zufrieden
5,8
unentschieden
0,0
unzufrieden
0,0
sehr unzufrieden

Wenn Sie im Bereich Incoming mit anderen Versicherern kooperieren: Wie zufrieden waren Sie mit der Zusammenarbeit im Vorjahr?

37,1
sehr zufrieden
48,6
zufrieden
14,3
unentschieden
0,0
unzufrieden
0,0
sehr unzufrieden

Wenn Sie im Bereich Outgoing mit Dr. Walter kooperieren: Wie zufrieden waren Sie mit der Zusammenarbeit im Vorjahr?

63,3
sehr zufrieden
30,0
zufrieden
6,7
unentschieden
0,0
unzufrieden
0,0
sehr unzufrieden

Wenn Sie im Bereich Outgoing mit anderen Versicherern kooperieren: Wie zufrieden waren Sie mit der Zusammenarbeit im Vorjahr?

37,5
sehr zufrieden
41,7
zufrieden
20,8
unentschieden
0,0
unzufrieden
0,0
sehr unzufrieden

Sind Sie Mitglied in der Au-pair Society e. V.?

34,4
ja
65,6
nein

Nur für Mitglieder: Wie zufrieden waren Sie mit der Arbeit der Au-pair Society e. V.?

9,1
sehr zufrieden
31,8
zufrieden
40,9
unentschieden
13,6
unzufrieden
4,5
sehr unzufrieden

Sind Sie IN VIA-Agentur?

13,8
ja
86,2
nein

Nur für Mitglieder: Wie zufrieden waren Sie mit der Arbeit der IN VIA?

57,1
sehr zufrieden
28,6
zufrieden
14,3
unentschieden
0,0
unzufrieden
0,0
sehr unzufrieden

Sind Sie vij-Agentur?

10,3
ja
89,7
nein

Nur für Mitglieder: Wie zufrieden waren Sie mit der Arbeit des vij?

0,0
sehr zufrieden
40,0
zufrieden
40,0
unentschieden
20,0
unzufrieden
0,0
sehr unzufrieden

Sind Sie Mitglied in der Gütegemeinschaft Au pair e. V.?

33,9
ja
66,1
nein

Nur für Mitglieder: Wie zufrieden waren Sie mit der Arbeit der Gütegemeinschaft Au pair e. V.?

15,0
sehr zufrieden
25,0
zufrieden
15,0
unentschieden
30,0
unzufrieden
15,0
sehr unzufrieden

Sind Sie Mitglied in der International Au Pair Association (IAPA)?

19,0
ja
81,0
nein

Nur für Mitglieder: Wie zufrieden waren Sie mit der Arbeit der International Au Pair Association (IAPA)?

20,0
sehr zufrieden
50,0
zufrieden
20,0
unentschieden
0,0
unzufrieden
10,0
sehr unzufrieden

Wie wichtig war Ihnen die Listung Ihrer Agentur auf au-pair-agenturen.de?

46,2
sehr wichtig
38,5
wichtig
15,4
eher unwichtig

Wie hilfreich war Ihnen der Service der Zusendung von Gastfamilien-Bewerbungsbögen?

28,1
sehr hilfreich
31,6
hilfreich
40,3
weniger hilfreich

Wie hilfreich war Ihnen der Service der Zusendung von Au-pair-Bewerbungsbögen?

15,3
sehr hilfreich
33,9
hilfreich
50,8
weniger hilfreich

 

Statistische Angaben

Wie viele Vermittlungen/Matchings von deutschen Au-pairs ins Ausland haben Sie durchgeführt/fanden über Sie im Jahr 2013 statt?

78,0
0 - 49
10,0
50 - 99
8,0
100 - 299
4,0
über 300

Wie viele Vermittlungen/Matchings von ausländischen Au-pairs nach Deutschland haben Sie durchgeführt/fanden über Sie im Jahr 2013 statt?

62,1
0 - 49
24,2
50 - 99
10,3
100 - 299
3,4
über 300

Wie hoch war Ihr Jahresumsatz im Jahr 2013?

73,2
bis 20.000 €
19,6
20.000 - 50.000 €
5,4
50.000 - 100.000 €
1,8
über 100.000 €

Wie viele Stunden arbeiten Sie wöchentlich für Ihre Agentur?

21,5
bis 10 Stunden
38,5
11 - 24 Stunden
26,2
25 - 40 Stunden
13,8
über 40 Stunden

Vermitteln Sie im Incoming oder im Outgoing Bereich?

38,8
nur Incoming
14,9
nur Outgoing
46,3
Incoming und Outgoing

Seit wann besteht Ihre Agentur?

16,9
2007 - heute
36,9
2002 - 2006
29,3
1995 - 2001
16,9
länger als 1994

 

Zur Durchführung und Auswertung der Umfrage

Umfang und Inhalt der Umfrage
Deutsche Au-pair-Agenturen wurden gebeten, einen Online-Fragebogen mit 54 Fragen zur Entwicklung des Au-pair-Wesens in Deutschland zu beantworten und sollten ihre Einschätzung zur aktuellen Situation des Vermittlungsmarktes abgeben.

Auswahl der befragten Agenturen
Zum Umfragezeitpunkt (März/April 2014) gibt es etwa 210 aktive Au-pair-Agenturen mit Sitz in Deutschland. Befragt wurden sowohl Full-Service-Agenturen als auch Matching-Agenturen.

Von den 210 in der Datenbank von www.au-pair-agenturen.de eingetragenen Agenturen haben 184 der Zusendung von E-Mails zugestimmt und wurden per E-Mail zur Konjunkturumfrage eingeladen.

Befragungszeitraum und Rücklaufquote
Die Online-Befragung startete am 5. März 2014 und endete am 4. April 2014. Insgesamt beteiligten sich 68 Au-pair-Agenturen an der Umfrage – das entspricht einer Rücklaufquote von 37 Prozent. Bezogen auf die Gesamtzahl der Agenturen am deutschen Markt liegt die Teilnehmer-Quote bei 32 Prozent. Damit ist die Umfrage nach den Grundlagen der Statistik für den gesamten deutschen Markt repräsentativ.

Zusammensetzung der Teilnehmergruppe
Die Gruppe der Umfrageteilnehmer besteht zu 79 Prozent aus privatwirtschaftlichen Au-pair-Agenturen. 21 Prozent der Teilnehmer sind Vertreter kirchlicher bzw. gemeinnütziger Vermittlungsstellen.

Die meisten Au-pair-Vermittlungen sind kleine Agenturen. Nur jede vierte Agentur hat 2013 mehr als 50 Vermittlungen von deutschen Au-pairs ins Ausland begleitet. Im Incoming-Bereich vermitteln zwei von drei Agenturen weniger als 50 Au-pairs pro Jahr. Im Bereich der Matching-Agenturen lässt sich die Zahl der tatsächlich zustande gekommenen Au-pair-Verhältnisse nicht nachweisen.

Die meisten der befragten Agenturen wurden in den Jahren 1995 bis 2006 gegründet. Die Mehrzahl der Agenturen wird in Teilzeit betrieben und ist sowohl in der Incomingals auch in der Outgoing-Vermittlung tätig. 60 Prozent der Inhaber arbeiten bis zu 24 Stunden pro Woche in der Au-pair-Vermittlung. Damit erwirtschaften drei Viertel Agenturen einen Umsatz von weniger als 20.000 Euro pro Jahr. Nur einige wenige haben einen Jahresumsatz von mehr als 50.000 Euro.

Art der Datenerfassung und Auswertung
Die Rückläufer der Umfrage wurden mit Hilfe der Software au-pair pollTicketing 1.0 elektronisch und automatisch statistisch geordnet. Die Ergebnisse dieser Statistik bilden die Grundlage der Studie.