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21.01.2021

Visumsprobleme ausländischer Au-pairs zur Einreise nach Deutschland

Eine Übersicht über die Visumssituation in den einzelnen Ländern

Seit dem 18. November 2020 dürfen außereuropäische Au-pairs wieder nach Deutschland einreisen. Die Terminvergabe für den Visumsantrag in den Botschaften läuft noch nicht überall problemlos und nicht alle Länder können wieder Au-pairs entsenden. Die Au-pair-Agenturen haben jedenfalls viel zu tun, denn die Nachfrage von Gastfamilien ist immens.

Reibungslose Visumsbeantragung

Die deutsche Botschaft in Russland, einem wichtigen Au-pair-Entsendeland, hat zwar erst angefangen, Termine für die Visumsanträge zu vergeben, aber es klappt gut. Interessenten müssen nicht lange auf einen Termin warten und können in aller Regel auf ein zügiges Verfahren zählen. Reibungslos läuft es auch bei Au-pairs aus der Ukraine, Armenien, Nepal, dem Kosovo, und meist auch aus Usbekistan.

Auch in Ostafrika mit den Ländern Uganda, Ruanda und Simbabwe haben sich die Botschaften auf die neue Situation eingestellt und vergeben wieder regelmäßig Termine für Au-pair-Bewerberinnen und -Bewerber. Uganda und Ruanda gehören übrigens zu den wenigen Ländern, die das Robert Koch-Institut nicht als Risikogebiete aufführt. In Kenia haben die Au-pairs bisher Termine bekommen, die von der Botschaft in Nairobi allerdings teilweise wieder abgesagt wurden, weil zu viele Termine gebucht waren.

Langsame Rückkehr zur Normalität

In Mexiko haben die Botschaften erst seit kurzem wieder begonnen, Termine zu vergeben. In Georgien werden zwar über das Terminvergabe-System wieder Termine für Au-pair-Visumsanträge freigeschaltet, aber es ist noch schwierig, an einen Termin zu kommen. Gleiches gilt für Togo. Aufgrund der Pandemiesituation können vielerorts keine ausführlichen Sprachtests am Schalter durchgeführt werden. Wer seine Deutschkenntnisse durch ein anerkanntes A1-Sprachzertifikat (Goethe-Institut e.V., telc GmbH, Österreichisches Sprachdiplom (ÖSD), TestDaF-Institut e.V.) nachweisen kann, hat Glück. „Liegt dieses nicht vor, kann durch Mitarbeiter der Visastelle nur kursorisch überprüft werden, ob Sprachkenntnisse vorliegen, die offensichtlich auf dem Niveau A1 oder darüber liegen“, heißt es auf der Website der deutschen Botschaft in Tiflis.

In Kamerun hakt es noch mit der Terminvergabe und auch aus Kirgistan kommen erst langsam wieder bewilligte Visa. In Madagaskar ist das Visumsverfahren ein langwieriger Prozess: Au-pairs warten 3 Monate auf einen Termin und dann noch einmal 3 Monate auf die Bearbeitung. Auch in Indonesien werden Visumantragstermine nur eingeschränkt vergeben. In Marokko müssen alle Beteiligten viel Geduld mitbringen, denn die Wartezeit für einen Termin bei der Botschaft beträgt mindestens ein Jahr.

Au-pair-Visa (noch) nicht möglich

In Kolumbien, dem wichtigsten Herkunftsland von Au-pairs, werden keine Termine für Au-pair-Interessenten vergeben. Wurden 2019 noch rund 850 Au-pair-Visa ausgestellt, sagt die Botschaft von Bogota seit drei Monaten alle Termine ab. Eine Begründung ist uns nicht bekannt. Au-pairs aus Brasilien dürfen weiterhin nicht nach Deutschland einreisen. Ebenso wenig können junge Menschen aus der Mongolei einen Antrag für ein Au-pair-Visum stellen.

China könnte mangels Reziprozität für die nächsten sechs Monate geschlossen sein, denn Deutschland hält den Einreisestopp so lange aufrecht, bis die Volksrepublik im Gegenzug ihre sehr restriktiven Reisebeschränkungen für Europäer ebenfalls lockert. Aus diesem Grund bearbeiten die Visastellen gar keine Anträge von Au-pairs.

Test und Quarantäne nach der Einreise

Unabhängig davon, dass mittlerweile viele Fluggesellschaften einen Coronatest verlangen, gibt es seit dem 9. Januar strenge Einreisebestimmungen für Deutschland. 98 Prozent aller Au-pairs kommen aus Risikogebieten und sind verpflichtet, eine digitale Einreiseanmeldung vorzunehmen, sich auf das Coronavirus testen zu lassen und – in den meisten Bundesländern – eine 5-tägige Quarantäne zu verbringen. Diese Quarantäne kann in einem Hotel oder bei der Gastfamilie erfolgen, was naturgemäß eher in einem Einfamilienhaus als in einer engen Stadtwohnung klappt. Die mit der Einreise verbundenen Kosten gehen eigentlich zu Lasten des Au-pairs, werden aber oft von den Gastfamilien übernommen. Die sind heilfroh, dass sie durch ihr Au-pair eine Unterstützung im Pandemie-belasteten Alltag erhalten.

 

 

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